(3,4 MB) Foto
download
Pressespiegel:


A Durchanand, wia's besser ned geht
Ein "Fünferl"-Auftritt ist was Tolles, ist spitzenklasse und genial unterhaltsam
(Münchner Merkur)


Willig und wuislat
Hintersinnig, makaber, nie sinnfrei lustig sind die Texte und Lieder, die "Fünferl" nicht einfach vortragen oder singen, sondern spielen, mit einfachsten Mitteln - einem Trachtenhut mit Adlerflaum, einem Regenschirm, einem großen weißen Taschentusch, einem Handbeil - auch Vogelpfeiferl kommen zum Einsatz. ... und Bittenbinder scheint beim Schreiben eine ausgeprochen morbide Ader zu haben. Jedenfalls kommen in ihren Texten erhängte Männer ebenso vor wie gesottene. Ihr Gedicht "Waldweiber" enthält sowohl wollene Wegweiser wie einen wuislaten (winselnden) Walter und eine willige Waltraud, was sich zu erstaunlicher Poesie verbindet. Manche Zuschauer können mit dem Kichern und Lachen gar nicht mehr aufhören und wischen sich irgendwann erschöpft und hilflos die Tränen aus dem Gesicht.
(Süddeutsche Zeitung)


Herrliches "Durcheinand" auf der Brettl-Bühne
Wer meint, die Münchener Brettl-Ära, die Zeiten des „Theaters am Platzl“ und ähnlicher Lokalitäten, seien endgültig vorbei, muss umdenken. Als Nachlassverwalter fungiert nämlich seit der ersten „Historischen Wies’n“ das Fünferl-Ensemble mit seinem herrlichen Programm „Um a Fünferl a Durcheinand“, das man an diesem außergewöhnlichen Abend in der Ingolstädter Brettl-Bühne Neue Welt genießen kann.
Ganz dem Titel entsprechend ist unter dieser Überschrift alles erlaubt zwischen Theater und Blasmusik, Pantomime und Literatur, Slapstick und Moritat – Hauptsache, das Publikum amüsiert sich. Und genau das tut es nach einer kleinen Gewöhnungsphase den ganzen Abend über.
Die vier Fünferl-Leute verstehen ihr Handwerk auf beeindruckende Weise: die Schauspielerin Johanna Bittenbinder als wortgewaltige Textautorin und Sängerin, Heinz Josef Braun (früher bei „Haindling“ tätig) als fulminanter Rezitator und Komponist extravaganter Blasmusik-Stücke, Sebi Tramontana als Jazzer und knochentrockener Musik-Komödiant und schließlich Andreas Koll vom „Valentin Musäum“, der mit tiefsinnigen bis völlig sinnfreien Ansagen durch den Abend führt. Er beweist damit, dass er nicht nur beruflich mit Valentin zu tun hat, sondern ihn auch in seinem Herzen trägt. Der Höhepunkte sind viele in diesem Bilderbogen: Tramontanas Posaunensolo zum Vogeljakob-Gezwischer, die den täglich pünktlich um elf Uhr in Bewegung gesetzten Wettermandln vom Rathaus am Marienplatz in den Mund geschriebenen Grantlereien, der Text von Georg Queri über den zum Anfüttern von Würm-Aalen zweckentfremdeten Großvater, die Umdeutung des Originals von Adolf Gondrell zur „Münchnerin im Himmel“, die Umwidmung der „Schönheitskönigin von Schneizlreuth“ von Bally Prell auf Johanna Bittenbinder. Nun ja, es geht eben alles.
Weil die Akteure auf der Bühne Talent und Perfektion auf so einmalige Weise verbinden und an jede noch so vermeintlich unwichtige Kleinigkeit gedacht haben, entfaltet dieses Kaleidoskop einen unbändigen Charme. Die von den Ausführenden ihrem Thema und dem Genre entgegengebrachte Liebe wirkt dermaßen ansteckend, dass man am Ende die Vier partout nicht mehr von der Bühne lassen will.
Ein „Durcheinand“, das auch deswegen so gut ankommt, weil eben letztendlich doch alles darin seine Ordnung hat. Wie die menschliche Existenz, um die es im Grunde geht, eben auch. Andersherum ginge es ja auch nicht, denn, wie Koll irgendwann mal ausführt: „Wenn man das Leben mit dem Tod anfängt, kommt man nicht weit.“ Karl Valentin lässt grüßen. (Karl Leitner, Donaukurier, 16.01.2013)


Hinter der Idylle steckt das pralle Leben
Sie scheren sich um nichts, mischen munter und neckisch die Stile und Dialekte, sind oft albern, aber dabei immer intelligent. (...) Das ist Kleinkunst vom Feinsten und köstliche Unterhaltung dazu. A Durchanand - aber unbedingt empfehlenswert.
(Isabel Krieger, Pegnitz-Zeitung)


Leben, Liebe, Tod ... komödiantisch kompromißlos. (Andrea Herdegen, Naila)


Für die Presse
Lieder - Dramen - Blasmusik
Texte
download